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19.12.2010 | 17:06
MEDIA & MEDIEN
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Zu guter letzt: Busse für ungarischen Jugendsender wegen «süssem Vierer»

Ein ungarischer Fernsehsender hat mit einer Kuppelshow gegen den Jugendschutz verstossen. Daher muss der Privatsender TV2, eine Tochter des deutschen Medienkonzerns ProSiebenSat.1, nun 100 Millionen Forint (466'000 Franken) bezahlen.

Dies beschloss die ungarische Medienaufsichtsbehörde NMHH, wie Zeitungen des Landes am Freitag berichteten. Mit seiner Show «Edes negyes» (Süsser Vierer) habe der Sender wiederholt gegen die Jugendschutzbestimmungen des geltenden Medienrechts verstossen. Die Akteure der Sendung - vier Frauen, die um die Gunst eines abgehalfterten Popstars wetteifern - bedienten sich einer «ordinären Ausdrucksweise» und «direkter sexueller Anspielungen», hiess es in den Medienberichten weiter. Da die Show zur Hauptsendezeit am Abend ausgestrahlt und von bis zu 50'000 Kindern und Jugendlichen verfolgt wird, könne deren psychologische Entwicklung schwer beeinträchtigt werden. Was die ungarische Regierung von MTV und deren abendlichen Programmen hält, ist in diesem Zusammenhang nicht schwer zu erraten.
Nun wird im ungarischen Parlament am kommenden Montag ein umstrittenes neues Mediengesetz verabschiedet, das für Fernsehsender bei Verstössen gegen Regularien eine Einzel-Höchststrafe von932'000 Franken vorsieht. Ausserdem können künftig - anders als nach dem derzeit noch geltenden Medienrecht - auch Print- und Online-Medien von der Aufsichtsbehörde NMHH zu empfindlichen Geldstrafen in Höhe von bis zu 116'000 Franken verdonnert werden.

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